25. April 2019, 20 Uhr

 

Zaubern mit Licht

Axel Lindner
DESY
BeLaMi | Bergedorf

Theoretische Physiker sagen Effekte voraus, die Zaubereien nahe kommen. So könnte sich in einem Magnetfeld Licht in Materie oder Materie in Licht verwandeln. Ob es so etwas tatsächlich gibt und was solche Effekte mit Sternen, Galaxien und der Geschichte des Universums zu tun haben, werden Forscher mit neuen Experimenten bei DESY erkunden. Sind wir versteckten Welten auf der Spur?

Verstehen Sie Pflanzisch?

Julia Kehr
Universität Hamburg
freundlich+kompetent | Barmbek

Anders als lange gedacht, können Pflanzen ihre Umwelt wahrnehmen und sowohl untereinander, als auch mit anderen Lebewesen kommunizieren. Doch wissen Bäume ein gutes Gespräch zu schätzen? Mögen Blumen Musik? Und können Sie die Botschaften ihrer grünen Zeitgenossen entschlüsseln?

Wie baut man Federn aus Licht?

Sebastian Steinlechner
Universität Hamburg
Mathilde, Literatur & Café | Grindel

Vom Stoßdämpfer bis zum Kugelschreiber – mechanische Federn sind überall im Einsatz. Üblicherweise bestehen sie aus Metall oder Kunststoff. Aber wie baut man optische Federn aus Licht? Hören Sie, was Strahlungsdruck ist, wie ein optischer Resonator funktioniert und wie man daraus eine optische Feder bauen kann, die fester ist als Diamant.

Können Geldanlagen auf einen grünen Zweig kommen?

Alexander Bassen
Universität Hamburg
Hummel & Quiddje | Altona

Durch die Wahl unserer Bank, unserer Versicherung und unserer Altersvorsorge treffen wir auch Entscheidungen darüber, wie unser Geld angelegt wird. Unterstützen wir Klimawandel, Kinderarbeit und Korruption oder können wir mit der Entscheidung auch etwas Positives bewirken? Kostet es mich Rendite, wenn ich nicht ausschließlich nach Risiko- und Rendite-Kriterien anlege? Wie kann der Kapitalmarkt sozialen Wandel positiv beeinflussen?

Wie schnell entsteht der erste Eindruck?

Juliane Degner
Universität Hamburg
Das Kaffeehaus |

Innerhalb mehrerer 100 Millisekunden entscheiden wir, ob uns eine unbekannte Person als vertrauenswürdig oder bedrohlich erscheint, wir sie kompetent oder sympathisch finden. Oft sind wir uns dieser ersten Urteile gar nicht bewusst und dennoch erscheint es evolutionär sinnvoll, blitzschnell Freund von Feind zu unterscheiden. Aber wie macht unser Gehirn das eigentlich? Welche Informationen nutzen wir dafür? Und wie korrekt sind unsere Urteile?

Von leuchtenden Zellen und tödlichen Oberflächen: Wir machen die Medikamente der Zukunft!

Wolfgang Maison
Universität Hamburg
gloria Studio | Eimsbüttel

Penicillin, Cortison oder Insulin: Arzneimittel haben vielen ehemals fatalen Erkrankungen ihren Schrecken genommen. Gleichzeitig sorgen Nebenwirkungen, Allergien oder auch völlige Unwirksamkeit bei manchen Patienten für Probleme. Warum versagen einige Medikamente unerwartet? Und wie sehen die Lösungsansätze für die Zukunft der Arzneimitteltherapie aus? Mit spezifischen Krebsdiagnostika und neuen Strategien für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten tragen wir zu einer individualisierten „Pharmakotherapie 2.0“ bei.

Liebling, ich habe den Beschleuniger geschrumpft!

Jens Osterhoff
DESY
Café Pause | Wilhelmsburg

Teilchenbeschleuniger sind die Herzstücke riesiger Maschinen. Entwicklungen in der Hochleistungslaser- und Plasmatechnologie eröffnen jetzt die Perspektive, diese teuren und seltenen Giganten auf Hosentaschenformat zu schrumpfen – mit revolutionären Folgen für die Medizin, das Verständnis der Welt und den Inhalt meiner Taschen. Was das Surfen auf Plasmawellen damit zu tun hat, warum die Spitzenleistung von 1 Milliarde Rennwagen in einen Laserstrahl gepresst werden muss und wieso Elementarteilchen auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, erfahren Sie hier.

Top, die Wette gilt – vom schwersten Elementarteilchen und seiner dunklen Seite

Christian Schwanenberger
DESY
M&V Bar | Sankt Georg

Magerquark kennt jeder, aber das Top-Quark ist ein Elementarteilchen und das schwerste dazu. Obwohl es unteilbar zu sein scheint, ist es ungefähr so schwer wie ein Gold-Atom, das aus ganz vielen Protonen und Neutronen besteht. Diese und andere krasse Eigenschaften werden mich dazu verleiten, ein Fass Bier zu wetten, dass das Top-Quark der Schlüssel zu neuen Entdeckungen, wie etwa dunkler Materie, sein wird.

Warum sind wir Sternenstaub?

Robi Banerjee
Universität Hamburg
Kulturladen | Sankt Georg

Es ist kaum vorstellbar, aber Sterne entstehen und vergehen: auf astronomischen Zeitskalen passiert das sogar manchmal rasend schnell. Während ihrer Lebensdauer entwickeln die Sterne den Stoff, aus dem wir gemacht sind. Wie und warum das passiert, werden wir noch heute Abend erfahren.

Alte Strategen

Michael Köhl
Universität Hamburg
Bunthaus Schankraum | Wilhelmsburg

Bäume haben im Laufe der Evolution beeindruckende Fähigkeiten entwickelt, die ihnen das Überleben in einem rauen Umfeld ermöglichen. Welche Strategien das sind, erkunden wir auf einer virtuellen Reise, die beim ältesten Baum Hamburgs beginnt und über Mitteleuropa, Lappland und Madagaskar zu den Tropenwäldern Surinams führt.

Wie viele Bäume gibt es auf der Welt?

Peter Borchardt
Universität Hamburg
Otzentreff | Sankt Pauli

Die Antwort auf diese Frage werden wir gemeinsam bei einem kalten Getränk ergründen. Dazu servieren wir noch spannende Geschichten über unsere Arbeit zur Biodiversität von Wäldern und Baumarten in Kirgistan und Äthiopien – in denen es natürlich auch viel um die Herkunft und Geschichte des Kaffees gehen wird. Und zusammen können wir uns überlegen, wie viele Bäume wir pflanzen können.

Von Zirkusschweinen und Schwiegermüttern – Grabkultur im antiken Griechenland

Kaja Harter-Uibopuu
Universität Hamburg
St. Pauli Museum-Bar | Sankt Pauli

Das Erinnern an Verstorbene war in antiken Gesellschaften von großer Bedeutung. So erklären zahlreiche Inschriften nicht nur, wer im jeweiligen Grab liegt, sondern auch, wer nicht darin liegen darf. Doch welche Rückschlüsse lassen sich anhand dieser Texte über den Tod auf das Leben ziehen. Und was haben Zirkusschweine damit zu tun?

Klönschnack am Lagerfeuer

Alf Mews
Universität Hamburg
Eier Carl | Altona

Warum sind Lagerfeuer so faszinierend? Liegt es daran, dass Feuer den entscheidenden Impuls zur Entwicklung der Menschheit geliefert hat? Seine „Zähmung“ vor mehr als einer Million Jahren führte zu gut verdaulichen, gegarten Lebensmitteln und zu einer lebenswerten Umgebung in wohl temperierten und gut beleuchteten Höhlen. Wir wollen den Mythos der züngelnden Flammen, der chemischen Reaktionen und physikalischen Prozesse entschlüsseln, um beim nächsten Lagerfeuer „mitreden zu können“.

Give peas a chance – das Revival der Hülsenfrüchte

Sascha Rohn
Universität Hamburg
Café Freischwimmer | Eimsbüttel

Erbsen, Ackerbohne und Süßlupine sind reich an wertvollen Eiweißen und sekundären Pflanzenstoffen und haben präventive Wirkungen gegen Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Alzheimer. Lernen Sie nicht nur die Entwicklung von neuen Lebensmitteln und Zutaten kennen (z. B. Erbsenmehlnudeln), sondern auch die positiven Wirkungen von den sogenannten „Leguminosen“-basierten Lebensmitteln aus dem heimischen Anbau.

Bekommt SUSY noch einen Platz im Teilchenzoo?

Isabell Melzer-Pellmann
DESY
Jools Café | Ottensen

Seit 30 Jahren gibt es das Standard- modell in der Teilchenphysik, das die Eigenschaften der Elementarteilchen und die Kräfte zwischen ihnen beschreibt. Obwohl das Modell jeden Test besteht, glauben wir, dass es nur ein Teil eines größeren Ganzen ist. Denn es gibt Phänomene, die wir damit nicht beschreiben können, etwa Dunkle Materie. Doch wie könnte eine vollständigere Theorie aussehen? Ist es vielleicht SUSY, die „Supersymmetrie", die es uns ermöglichen wird, neue Teilchen am Speicherring LHC zu finden? Vielleicht gar supersymmetrische Kandidaten für Dunkle Materie? Und wie können wir diese sehen, wenn sie doch unsichtbar ist?

Kann man auf Gravitationswellen surfen?

Jessica Steinlechner
Universität Hamburg
Hannes & Hanna Wohnzimmer | Eimsbüttel

Bereits vor mehr als 100 Jahren vermutete Albert Einstein, dass es Gravitationswellen geben müsse. 2015 wurden sie erstmals gemessen, und 2017 erhielt ein Forscher-Team den Nobelpreis für die Messung. Aber wie kam es eigentlich dazu? Wie viele Forscherinnen und Forscher hatten dazu beigetragen, dass die Dellen in der Raumzeit entdeckt werden konnten? Welche Technologien werden dafür benötigt? Hier gibt es einen Einblick in die Funktionsweise eines Gravitationswellendetektors und in die unglaubliche Komplexität heutiger Physik-Experimente.

Happy Birthday Grundgesetz!

Markus Kotzur
Universität Hamburg
Hadley's | Grindel

Unser Grundgesetz wird 70. Grund genug, auf eine gelungene Verfassung anzustoßen. Aber auch willkommener Anlass zum gemeinsamen Nachdenken darüber, wie gut unsere Verfassung und unsere freiheitliche Demokratie gerüstet sind für die Herausforderungen der nächsten Jahre.

Hilft Biertrinken gegen den Klimawandel?

Grischa Perino
Universität Hamburg
Landgang Brauerei | Bahrenfeld

Allein der Fleischkonsum der Deutschen verursacht jedes Jahr Treibhausgasemissionen, die in etwa dem Gesamtausstoß Portugals entsprechen. Wir gehen den Fragen nach, inwieweit sich unser persönlicher Lebensstil auf die Produktion von Treibhausgasen auswirkt und wer eigentlich die Hauptverantwortung für deren Reduktion trägt: Wirtschaft, Politik oder wir Konsumenten selbst?

Schnapp Dir die Daten! Wie eine App Wissenschaft unterstützt

Jannis Androutsopoulos
Universität Hamburg
All Bar | Eimsbüttel

Was verrät die Sprache im öffentlichen Raum über die gesellschaftliche Ordnung, die kulturelle Vielfalt und Kreativität von Menschen in der Hansestadt? Wir gewähren Einblicke in eine neue Art der partizipativen Sprachforschung, an der sich alle Hamburgerinnen und Hamburger beteiligen können. Der Weg dazu ist die anlässlich des Universitätsjubiläums 2019 entwickelte App „LinguaSnappHamburg“.

Was ist ein Röntgenlaser – und wozu kann man Ihn nutzen?

Robert Feidenhans’l
European XFEL
Christiansens | Altona

Die stärkste Röntgenquelle auf die Erde ist der European XFEL in Schenefeld. Vor eineinhalb Jahren erst hat die supermoderne Anlage ihren Betrieb aufgenommen und zieht seitdem Wissenschaftlerteams aus der ganzen Welt an. Wie funktioniert so ein Röntgenlaser, was ist das Besondere daran, warum muss er 3,5 km lang sein und für was ist er eigentlich gut?

Woraus besteht unser Universum?

Beate Heinemann
DESY
ÜberQuell Brauwerkstätten | Sankt Pauli

Seit über 2000 Jahren versucht die Menschheit, die fundamentalen Bestandteile des Universums zu entdecken. Es ist eine spannende Geschichte, geprägt von enormen Fortschritten. Dabei ging es auch immer darum zu verstehen, welche Rolle die einzelnen Bestandteile bei der Entwicklung des Universums gespielt haben und noch immer spielen. Noch immer gibt es Unzulänglichkeiten im Verständnis – hören Sie, welche das sind und wie wir diese in der Zukunft möglicherweise lösen werden.

GENDER SAY GAP – Wie wirkt sich Geschlecht in der Sprache auf unser Denken und Handeln aus?

Miriam Beblo
Universität Hamburg
Bergtags | Altona

Was assoziieren Sie mit dem Wort Brücke? Und woran denken Sie bei dem Wort Schlüssel? Spielt dabei eine Rolle, mit welcher Sprache Sie aufgewachsen sind oder welche Sprachen sie heute sprechen? Wir schauen uns an, wie Geschlecht in der Sprache unser Denken und Handeln beeinflusst und welche ökonomischen Folgen dies haben kann.

Pirates of the Mediterranean – Fluch des Mittelmeers?

Christoph Dartmann
Universität Hamburg
Cafe Miller | Sankt Pauli

Was sind eigentlich Piraten? Die Antwort scheint naheliegend. Schließlich kennt man sie aus Filmen wie „Fluch der Karibik“ – oder von der Flagge des FC St. Pauli. Aber für Zeitgenossen war es nicht einfach, einen Kaufmann von einem Piraten zu unterscheiden. Was das für Seefahrer im Mittelmeer bedeutet hat, schauen wir uns genauer an. Bringen Sie alle Ihre Vorstellungen von Piraten mit – und vergessen Sie sie!

Heiße Prozesse in kalten Böden

Eva-Maria Pfeiffer
Universität Hamburg
Zinnwerke | Wilhelmsburg

Sibirien beginnt gleich hinter Hamburg! Stimmt das? Eine Antwort darauf gibt die Hamburger Permafrost-Forschung, die Ihnen die Faszination der arktischen Landschaften Sibiriens und ihren Cryosolen in die warme Kneipe holt. Cryosole sind Dauerfrostböden, die es in sich haben: Kleinste Akteure (Archaeen, Bakterien) heizen die Prozesse in kalten Böden an und tragen dazu bei, dass nicht nur die Freisetzung von Methan unsere Umwelt und unser Klima verändert!

Alexa, frag Google was Siri über mich weiß

Mathias Fischer
Universität Hamburg
Gugu Bar | Altstadt

Das Internet und vernetzte Geräte bieten viele Vorteile, können aber gleichzeitig neue Sicherheits- und Privatsphäregefahren nach sich ziehen: Immer größeres Wissen auf den Seiten der Internetgiganten führt zum gläsernen Bürger und kann, einmal in die falschen Hände gelangt, großen Schaden anrichten. Auch große Internetkonzerne und deren Produkte sind nicht automatisch sicher vor Hackern und Geheimdiensten. Was tut die Forschung, um zu helfen? Was kann der Einzelne tun?

Rettet die Tiefsee unser Klima?

Niko Lahajnar
Universität Hamburg
Minibar Moralia | Wilhelmsburg

Die Meere nehmen einen beträchtlichen Teil des Treibhausgases CO₂ aus der Atmosphäre auf und transportieren es durch verschiedene Prozesse in tiefere Schichten der Ozeane. Ohne diesen Puffer würde es auf der Erde extrem heiß sein und unsere Welt komplett anders aussehen. Wie funktioniert der CO₂-Kreislauf von der Atmosphäre über die Ozeane bis hin zur Ablagerung in der Tiefsee im Zeichen des Klimawandels? Und würde es den Menschen ohne die Ozeane überhaupt (noch) geben?

Gibt es eine Schlankheitskur für fette Daten?

Armin Iske
Universität Hamburg
TBA // to be announced | Ottensen

Im Zuge der Digitalisierung produzieren übereifrige Jäger und Sammler viel zu große Datenmengen. Um aussagekräftige Analysen zu machen, werden Diäten für jene Daten benötigt, deren "Data-Mass-Indizes" die Limits überschreiten. Mathematische Algorithmen liefern eine wirksame Schlankheitskur für fette Daten. Wir erklären, wie diese Mathe-Diät funktioniert.

Wie fotografiert man den Urknall?

Doris Eckstein
DESY
Pony Bar | Grindel

Moderne Detektoren wie ATLAS und CMS am Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider bei Genf vereinen die Kontraste: sie sind tausende Tonnen schwer, viele Meter lang und dennoch auf Mikrometer präzise. 40 Millionen Mal pro Sekunde zeichnen sie ein dreidimensionales Bild der Teilchen auf, die bei einer Kollision entstehen. Wie funktioniert so ein Detektor? Warum ist er so groß? Und was hat das Ganze mit dem Urknall zu tun?

Das Higgs-Teilchen, die Struktur des „Nichts“ und der dunkle Teil des Universums

Georg Weiglein
DESY
Q21 Gasthaus | Barmbek

Durch die Entdeckung von sogenannten Higgs-Teilchen am Teilchenbeschleuniger LHC des Europäischen Forschungszentrums CERN bei Genf haben wir Hinweise darauf, dass das, was wir normalerweise als „Nichts“ bezeichnen – also leerer Raum, Vakuum, der Zustand niedrigster Energie – eine faszinierende Struktur besitzt. Die Erforschung der Higgs-Teilchen erlaubt es uns, Einblicke in die fundamentalen Zusammenhänge der Natur und des Universums zu gewinnen, die zu einem besseren Verständnis des dunklen Teils des Universums führen könnten.

Regie im Molekülkino

Jochen Küpper
Universität Hamburg / DESY
Brückenstern | Altona

Moleküle sind die Basis des Lebens. Sie speichern Energie und Information und sie wandeln sich ineinander und miteinander um – in rasender Geschwindigkeit und auf kleinstem Raum. Was passiert bei diesen chemischen Reaktionen? Wie können wir die unvorstellbar schnellen Bewegungen beobachten? Können wir die Moleküle sogar anfassen und herum schubsen wie es uns gefällt? Was genau müssen wir tun, um chemische Reaktionen zu kontrollieren? Fangen wir damit an, die Moleküle aufzustellen, um sie in Superzeitlupe und -vergrößerung zu beobachten und sie dann vielleicht sogar von unseren Regieanweisungen zu überzeugen.

Baden wir in Dunkler Materie?

Erika Garutti
Universität Hamburg
HFBK-Mensa | Uhlenhorst

Seit vielen Jahren suchen Physikerinnen und Physiker in Experimenten nach Dunkler Materie – bislang ohne Erfolg. Aber warum sind wir so sicher, dass die Dunkle Materie existiert? Und warum haben wir sie dann noch nicht sehen können? Was wäre, wenn wir die ganze Zeit in Dunkler Materie baden würden, ohne es zu merken, weil wir dabei nicht nass werden? Wie könnte ein Nachweisgerät für Dunkle Materie aussehen und können wir dieses Experiment in einer großen Halle unter dem Volkspark bauen?

Mit Gold und brillanten Röntgenstrahlen gegen den Krebs

Florian Grüner
Universität Hamburg
Malto | Altona

Was sind brillante Röntgenstrahlen und was können sie zur Krebsdiagnostik beitragen? In einem interdisziplinären Forschungsprojekt an der Schnittstelle zwischen Medizin und Physik bauen Experimentalphysiker derzeit ein vielversprechendes Grundlagenexperiment auf: Mithilfe von Röntgenpulsen wollen sie Gold-Nanocluster in-vivo nachweisen. Das ist hochinteressant, weil man an diese Gold-Nanocluster z. B. Antikörper koppeln kann, die sich im Körper auf die Suche nach Krebszellen begeben. Erfahren Sie mehr über das spannende Verfahren und seine Perspektiven!

Die Zukunft der Zeitungen

Michel Clement
Universität Hamburg
Roederer's Cafe & Bar | Elbvororte

Der Markt für gedruckte Zeitungen verliert rasant an Bedeutung: Die Digitalisierung verändert das Nachfrage- und Werbeverhalten und führt zu erheblichen Rückgängen im Verlagsgeschäft. Mit Hilfe von aktuellen Studienergebnissen stellen wir mögliche neue Geschäftsmodelle vor – z. B. Spotify für Zeitungen – und zeigen wie die Zukunft der Zeitung aussehen könnte.

Eine Reise zum absoluten Temperatur-Nullpunkt

Juliette Simonet
Universität Hamburg
Alles Elbe | Sankt Pauli

Nichts kann kälter sein als −273,15 °C. Dies ist der absolute Temperatur-Nullpunkt. Nahe dieser fundamentalen Grenze eröffnet sich eine vollkommen neue Welt, die von der Quantenmechanik beherrscht wird. Aber wie erzeugt man solch tiefe Temperaturen? Die Antwort findet sich in sogenannten ultrakalten Quantengasen: Materie, die millionenfach kälter ist als der interstellare Weltraum und millionenfach dünner als Luft, und deshalb über einzigartige Eigenschaften verfügt.

Wo ist die Nadel im Datenhaufen?

Volker Gülzow
DESY
Deichdiele | Wilhelmsburg

Big Data ist derzeit ein neuer Hype, aber wann sind Daten eigentlich sogenannte Big Data? Was bedeutet Big Data für die Wissenschaft und wie findet man die entscheidende Information? Wie lässt sich Big Data managen, welche Aufwände sind zu treiben, um die wertvollen Daten aus den Experimenten zu speichern und zu analysieren? Und warum reichen dafür weder der PC, die Dropbox oder die Amazon Cloud?

Raumfahrt ... unendliche Weiten – das Wie und Warum

Alexander Westphal
DESY
Lustis | Schenefeld

Zu allen Zeiten sind Menschen ins Unbekannte aufgebrochen und haben Grenzen überschritten. In unserer Zeit bleibt der Weltraum als eine der letzten echten Grenzen, die wir überwinden müssen: Sowohl aus der Neugier der Entdecker als auch aus der Notwendigkeit zu überleben, muss unsere Spezies in den tiefen Weltraum aufbrechen. Hören Sie, wie Raumfahrt funktioniert – und was für Antriebstechniken wir schon heute bauen könnten, aber noch nicht nutzen.

Was hat die nächste Eiszeit mit unserem Atommüll zu tun?

Christian Hübscher
Universität Hamburg
Eldorado | Sankt Pauli

Salzstöcke in Norddeutschland werden als Endlager für unseren Atommüll in Betracht gezogen. Für eine Million Jahre soll der radioaktive Abfall dort deponiert werden. Aber: Eisgletscher, die Norddeutschland für lange Zeit bedeckten, werden in den nächsten 100.000 Jahren wiederkommen. Dies hat astronomische Gründe. Das Gewicht und das Voranschreiten der Gletscher werden sich wie damals auf den Untergrund und die Salzstöcke auswirken. Geophysikalische Daten helfen, potenzielle Risiken für atomare Endlager in Nordeuropa abzuschätzen.

Warum hat Angela Merkel (manchmal) einen Schnurrbart?

Uwe Fleckner
Universität Hamburg
Frachtraum Bar | Eimsbüttel

Bilder und Plakate von Politikern sind oft Ziel von Angriffen. Insbesondere im Wahlkampf werden diese mit Text- und Bildkommentaren versehen: die Gesichter werden bekritzelt, Augen ausgekratzt, die Porträts zu Karikaturen umgestaltet. Doch in vielen Fällen handelt es sich nicht um bloße Schmierereien, sondern vielmehr um eine Form aktiver Bildrezeption mit historischen Wurzeln, die bis in die Antike zurückreichen.

Wie man mit Sand Teilchen entdeckt

Ingrid Gregor
DESY
Köpi Othmarschen | Elbvororte

Vom Computerchip zum hochmodernen Teilchendetektor hat auf dieser Welt mehr mit Sand zu tun, als man sich bei einem Strandspaziergang träumen lässt. Sand ist hauptsächlich Quarzsand, was eigentlich Silizium-Dioxid ist. Silizium ist ein Element, das aus der heutigen Welt nicht mehr wegzudenken ist. Aber wie wird aus Sand Silizium hergestellt? Und was hat das alles mit Teilchendetektoren zu tun? Der Vortrag nimmt Sie mit auf die Reise von der kleinen Sandburg bis zu riesigen Forschungsgeräten der Zukunft …

Männerschnupfen – was sagt die Wissenschaft?

Marcus Altfeld
Heinrich-Pette-Institut / UKE
Chilling Q-Bar | Eimsbüttel

Unser Immunsystem schützt uns vor Infektionen. Wissenschaftliche Erkenntnisse deuten immer mehr darauf hin, dass die Antworten des Immunsystems auf Infektionen bei Frauen und Männern unterschiedlich sein können. Zum Beispiel reagiert das Immunsystem bei Frauen stärker gegen Krankheitserreger, was zu einer schnelleren Beseitigung von Infektionen führen kann. Ist an dem berüchtigten Männerschnupfen also tatsächlich etwas dran?

Woraus besteht die Dunkle Materie?

Kai Schmidt-Hoberg
DESY
Taugenichts Bar | Altona

Atome, wir Menschen, die Erde, die Sonne – alles Materielle, was wir kennen, ist aus ein paar elementaren Teilchen aufgebaut: Protonen, Neutronen und Elektronen. Diese Form der Materie können wir sehen, weil sie Licht reflektiert. Es gibt jedoch viele Hinweise auf eine weitere, geisterhafte Form der Materie, die 'Dunkle Materie'. Sie prägt unser Universum ganz entscheidend, und es muss sehr viel davon geben. Dennoch konnten wir sie bisher nicht finden. Warum glauben wir zu wissen, dass sie existiert und wie könnte man sie auf der Erde und im Universum nachweisen?

Autonomes Fahren: Die Drink & Drive-Vision aus Sicht der Mathematik

Timo Reis
Universität Hamburg
Pandora Bierbar | Eimsbüttel

Vor wenigen Jahren schien die Entwicklung des Automobils nahezu abgeschlossen, das Hauptaugenmerk lag auf graduellen Anpassungen. Nun beschäftigt der Megatrend des „autonomen Fahrens“ verschiedenste wissenschaftliche Disziplinen – von der Technik bis zur Ethik. Wir werden uns dem Thema von der mathematischen Seite nähern. So entbehren scheinbar einfache Probleme wie "Wie komme ich an der Ampel an der richtigen Stelle zum Halten?" oder "Wie erkenne ich, ob eine Ampel grün oder rot ist?" nicht einer gewissen mathematischen Schwierigkeit. Wir greifen einige Fragen auf und diskutieren Lösungsansätze.

Hatschi – fliegende Viren!

Charlotte Uetrecht
Heinrich-Pette-Institut / European XFEL
Villa im Park | Eimsbüttel

Viren machen uns krank, können aber auch nützlich sein. Wie beeinflusst ihre dreidimensionale Struktur diese Vorgänge? Um diese Frage zu beantworten, werden die Viren im wahrsten Sinne des Wortes zum Fliegen gebracht. Wie geht das und was hat das alles mit dem Röntgenlaser zu tun?

And the Winner is … Abstimmungen und demokratische Entscheidungen

Matthew Braham
Universität Hamburg
imoto Bar | Ottensen

Erstens: Wahlen sind ein Grundpfeiler freier und demokratischer Gesellschaften. Die Frage ist nur, ob freie Wahlen auch den "demokratischen Willen des Volkes“ widerspiegeln? Eine wissenschaftliche Untersuchung zu Abstimmungssystemen offenbart viele überraschende und unbequeme Wahrheiten. Zweitens: Einige glauben, dass das deutsche Wahlsystem so gut ist, dass es zu einem "Exportschlager" geworden ist. Aber wie gut ist es wirklich?

Machen Nanoteilchen gesund?

Horst Weller
Universität Hamburg
Urknall | Eimsbüttel

Was sind eigentlich Nanoteilchen? Gibt es sie in der Natur oder sind sie nur ein Produkt von Menschenhand, das eine Gefahr für unsere Gesundheit darstellt? Wofür braucht man sie überhaupt und können sie vielleicht sogar helfen, schlimme Krankheiten zu besiegen?

Süßwasser trifft Salzwasser: Kann man dort Energie gewinnen?

Ingenuin Gasser
Universität Hamburg
Nissis Kunstkantine | Hafencity

Schon lange wird vermutet, dass der Salzgehalt beim Aufeinandertreffen von Süßwasser und Salzwasser – zum Beispiel in einer Flussmündung – zur Energiegewinnung genutzt werden könnte. Die dahinterliegenden Prinzipien, mögliche technische Realisierungen sowie die Möglichkeit der Vorhersage und Abschätzung des zu erwartenden Energieoutputs diskutieren wir an diesem Abend.

Kannibale und Liebe: Todesopfer beim Spinnensex

Jutta Schneider
Universität Hamburg
Tatort | Ottensen

Die Männchen vieler Spinnenarten sterben nach der Paarung, weil sie von den Weibchen gefressen werden. Sind diese kleinen Männchen bedauernswerte Opfer grausamer Weibchen? Oder ist der Tod Teil einer Strategie, die sich im Lauf der Evolution für die Männchen als günstig erwiesen hat? Ich gebe Einblicke in die Fortpflanzung von Spinnen und erläutere, warum sich Spinnenmännchen fressen lassen.

Das Schweigen der Leber

Ansgar W. Lohse
Universität Hamburg / UKE
Jussi | Hoheluft

Nicht nur Alkohol schadet unserer Leber, sondern auch zu viel oder falsches Essen und zu wenig Bewegung. Die „nicht-alkoholische Fettlebererkrankung“ betrifft inzwischen etwa 20 Prozent der Bevölkerung und ist eine wichtige Ursache von Leberzirrhose sowie -krebs. Und weil das Organ keine Schmerznerven hat, merken wir meist nichts – unsere Leber schweigt. Wie kommt es zu einer Schädigung? Was sind die evolutionären Wurzeln dieser Erkrankung? Und können wir das Schweigen der Leber für einen neuen Therapieansatz nutzen?

Drehstart für Molekül-Filme

Christian Bressler
European XFEL
Laundrette | Ottensen

Beim „Filmen“ von Molekülen in Aktion müssen Bewegungen erfasst werden, die im millionsten Teil einer milliardstel Sekunde ablaufen, und das bei Objekten, die nur den milliardsten Teil eines Millimeters groß sind. Doch sie sind verantwortlich dafür, dass wir sehen, fühlen und schmecken können – und krank werden. Mit neuen Röntgenlasern wollen wir Hochgeschwindigkeitsfilme realisieren und erklären, wie (bio)chemische Reaktionen ablaufen.

Wie klingen Higgs und Supersymmetrie?

Gudrid Moortgat-Pick
Universität Hamburg
Max und Consorten | Sankt Georg

Musik und Physik haben viele Gemeinsamkeiten. Harmonien und Symmetrien bilden die fundamentale Grundlage in der Musik. Symmetrien sind entscheidend zur Beschreibung unserer Natur vom ganz Großen (dem Universum) bis hin zum Allerkleinsten (den Elementarteilchen). Welche Symmetrien gibt es überhaupt? Warum sind sie wichtig? Und wie sieht das in der Musik aus? Was haben das Higgs-Boson und Supersymmetrie mit der Musik gemeinsam?

Molekül-Aerobik zum Mitmachen

Simone Techert
DESY
Minus Gelato Bar | Karoviertel

Unter den kleinsten chemische Einheiten, den Atomen und Molekülen, gibt es solche, die recht träge sind, und solche, die sich sehr flink bewegen. Wir werden die verschiedenen Bewegungen von Molekülen nachstellen – nur etwas langsamer – und dabei herausfinden, was das mit brillanten Röntgenstrahlquellen und der Erforschung von Solarzellen zu tun hat.

Fake Facts von unseren fake Friends?

Katharina Kleinen-von Königslöw
Universität Hamburg
Mathilde Bar Ottensen | Ottensen

Wir alle haben unsere bewährten Strategien, um zu entscheiden, welchen Informationen wir vertrauen (und welchen nicht). Nur leider zeigt sich, dass viele dieser Strategien nicht mehr so hilfreich sind, wenn wir uns in sozialen Netzwerken bewegen. Manche davon locken uns jetzt sogar auf falsche Fährten. Aber woran liegt das, und wie finden wir den Weg aus dem Falschinformationslabyrinth?

Sightseeing im Hyperraum

Tobias Dyckerhoff
Universität Hamburg
Red Dog Bar & Café | Harvestehude

Im Science-Fiction Genre ist der Hyperraum üblicherweise ein dem normalen Raum übergeordnetes Kontinuum, das überlichtschnelles Reisen ermöglicht und sich bei der Passage als stürmische, glühende Umgebung präsentiert. Wir Mathematiker formulieren das etwas nüchterner: Für uns ist der Hyperraum eine abstrakte Version der Welt, die – statt der üblichen drei – mit vier räumlichen Dimensionen ausgestattet ist. Diese Hyper-Welt werden wir mit Hilfe des Philosophen Plato, des Jedi-Meisters Yoda und einer Taschenlampe ergründen.

Mit dem Taxi in die Parallelwelt

Jan Louis
Universität Hamburg
Café Raum und Zeit | Bergedorf

Die Stringtheorie untersucht die Entwicklung unseres Universums kurz nach dem Urknall. Sie eröffnet die Möglichkeit, dass neben unserem bekannten Universum weitere Paralleluniversen existieren könnten. Was hat es damit auf sich und können wir so ein Paralleluniversum womöglich eines Tages besuchen?

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