
Was wird auf dem Arbeitsmarkt gehandelt?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Auf dem Arbeitsmarkt geht es nicht um Äpfel oder Tomaten, sondern um Arbeitskraft gegen Lohnzahlung. Doch wie entsteht ein Lohn, warum verdienen Menschen unterschiedlich viel und warum sind manche arbeitslos? Und wie kann der Staat hier regulierend eingreifen? Die Arbeitsmarktökonomie untersucht diese Fragen und zeigt, wie wirtschaftliche Mechanismen unser Arbeitsleben prägen. In diesem Vortrag schauen wir zudem auch auf Werkzeuge, die nachweislich gegen Zugangsbarrieren und Ungleichbehandlung helfen.
Licht an – Krebs aus
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Der Vortrag beleuchtet ein hochaktuelles pharmazeutisches Forschungsfeld und zeigt, wie Licht gezielt genutzt werden kann, um Krebszellen zu entdecken und präzise und schonend zu behandeln. Dabei wird erklärt, wie man mit Hilfe der Photodynamischen Therapie (PDT) lichtempfindliche Substanzen in Tumorzellen anreichert und durch gezielte Bestrahlung aktiviert. Welche Krebsarten lassen sich bereits heute so behandeln, und welche Herausforderungen bestehen noch? Der Vortrag vermittelt verständlich die wissenschaftlichen Grundlagen und lädt dazu ein, die Möglichkeiten der Lichttherapie besser zu verstehen.
Deutsches Gesundheitssystem: Quo Vadis?
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Das deutsche Gesundheitssystem steht vor großen Herausforderungen. Im internationalen Vergleich geben wir sehr viel Geld aus – erzielen damit aber nicht bessere gesundheitliche Ergebnisse. Zudem führt die Bevölkerungsalterung zu mehr Nachfrage nach Gesundheitsleistungen, während es gleichzeitig weniger Menschen gibt, die im Gesundheitswesen arbeiten. In diesem Vortrag wollen wir zunächst einen Blick auf die aktuelle Lage werfen und darauf aufbauend mögliche Reformansätze diskutieren, wobei wir insbesondere darauf schauen, was wir aus den Erfahrungen anderer Länder lernen können.
Ist der Nutri-Score geeignet, um uns im Supermarkt zu navigieren?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Der Nutri-Score verspricht Orientierung im Chaos – mit einer Farbskala von A bis E: Grün ist gut, Rot eher schlecht. Doch was steckt dahinter? Wir blicken hinter die Kulissen des Algorithmus, der Zucker, Salz, gesättigte Fettsäuren und Energie gegen Ballaststoffe, Eiweiß und Obst- und Gemüseanteil verrechnet. Warum erhält ein verarbeiteter Burger bessere Noten als ein Fruchtsaft? Wird rotes Fleisch gezielt „diskriminiert“, um unser Essverhalten zu lenken? Wir untersuchen ein System, das unser Einkaufsverhalten steuern soll und zeigen, wie der Nutri-Score funktioniert, wann er nützlich ist oder täuscht, und wie er als Vergleichshilfe genutzt werden kann.
Wie funktioniert die Physik des Lebens?
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Biomoleküle! Erfahren Sie, wie die Röntgenspektroskopie mit Synchrotron- und Freie-Elektronen-Laser-Röntgenstrahlen die Struktur und Dynamik von Proteinen und Nukleinsäuren enthüllt. Wir werden erkunden, wie diese fortschrittliche Technologie die Bausteine des Lebens im Detail untersucht und die physikalischen Geheimnisse entschlüsselt, die unserem Dasein zugrunde liegen. Stoßen Sie mit uns an auf ein spannendes Abenteuer im Molekularuniversum!
How to Outsmart Artificial Intelligence with Mathematics
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Artificial intelligence is increasingly used in many areas of everyday life and science. However, it does not always function reliably; critical errors still occur, such as self-driving cars failing to recognize pedestrians or language models producing plagiarism under certain inputs. We will explain how suitable mathematical methods can be used to systematically generate attacks on AI systems, allowing us to understand how sensitive they are and what kinds of inputs can lead to major errors.
Wie rauh ist eigentlich Wasser?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Auf den ersten Blick wirkt die Wasseroberfläche spiegelglatt – doch auf molekularer Ebene verbirgt sich eine dynamische Landschaft. An der nur wenige Moleküle dünnen Wasser-Luft-Grenzfläche finden Prozesse wie Tropfenbildung, Verdunstung und Austausch mit der Atmosphäre statt. Bereits vor rund vier Jahrzehnten nutzten Hamburger Forschende eine innovative Methode, um diese Fläche zu untersuchen: Sie erforschten, wie Wasser als Spiegel für Röntgenstrahlung funktioniert, um die Oberflächenstruktur mit nahezu molekularer Präzision zu erfassen. Eine spannende Reise in die Physik der Grenzflächen und die Wissenschaftsgeschichte Hamburgs.
Wer legt sich mit antibiotikaresistenten Bakterien an?
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Antibiotikaresistente Keime sind – schon lange – ein Problem: Eine Möglichkeit, sie einzudämmen, wäre eine zusätzliche Klärstufe im Abwasser, um so den Eintrag in die Umwelt zu minimieren. Wie hier eventuell andere Einzeller helfen können, möchte ich in diesem Vortrag veranschaulichen.
Unsichtbar war gestern: Wie Kryo-EM und KI in unsere Zellen blicken
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Mit der Kryo-Elektronenmikroskopie lassen sich Moleküle und Zellstrukturen in einem eingefrorenen Moment sichtbar machen. Aus zahlreichen Einzelaufnahmen entstehen dabei beeindruckende 3D-Modelle. Wir besprechen, warum dies oft einem Puzzle aus winzigen, verrauschten Signalen gleicht – und wie KI heutzutage dabei hilft, schneller und zuverlässiger zu erkennen, was wir da überhaupt sehen. Zudem beschäftigen wir uns mit der Frage, was uns solche Einblicke über Gesundheit, Infektionen und Krankheiten verraten. Wo liegen die Grenzen – und wie unterscheiden wir realistische Zukunft von Hype, wenn KI in der Bildauswertung mitmischt?
Sind Klimamodelle besser als Wettervorhersagen?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Das künftige Klima der Erde wird häufig durch Klimamodelle vorhergesagt. Doch wie sicher sind die Aussagen über Temperaturerhöhung, Meeresspiegelanstieg, Hitzewellen und Wirbelstürme, wenn schon die Wettervorhersage nicht genau ist? Der Mathematiker Jörn Behrens berichtet über den Umgang mit Unsicherheiten in Klimaprojektionen und erklärt, welchen Aussagen wir trauen können.
Lernblockaden – und was wir dagegen tun können!
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
In diesem Vortrag werden zentrale psychologische Konzepte vorgestellt, die beim Thema Lernen eine große Rolle spielen. Anhand des „Growth Mindset“ von Carol Dweck und der Psychologischen Sicherheit nach Amy Edmondson sowie von Attributionsmustern wird beispielsweise erklärt, wie wichtig die innere Einstellung und Überzeugung für einen gelungenen Lernprozess ist. Ziel ist es unter anderem zu zeigen, wie man die psychologischen Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen schaffen kann.
Quantencomputing: Einzelne Atome als Quantenbits
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Quantencomputing – ein Begriff, der heute immer öfter fällt und es auch auf die High-Tech-Agenda der Bundesregierung geschafft hat. Doch was steckt dahinter? Warum können Quantencomputer manche Probleme grundsätzlich in deutlich weniger Schritten lösen als normale Rechner? Und wie können einzelne Atome in optischen Pinzetten genutzt werden, um Quanteninformationen zu speichern und Rechenoperationen auszuführen? Erhalten Sie die Antworten dazu und einen Einblick in den aktuellen Stand der Technik.
Kann KI wissenschaftliche Forschung ersetzen?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Forschungsprozesse verlaufen systematisch: Nach der Problemidentifikation folgen Feststellung des Forschungsstandes und Formulierung einer Fragestellung. Im Weiteren werden Daten erhoben, aufbereitet, analysiert und interpretiert. Ziel ist, Wissen zu erwerben und zu erweitern, indem Antworten bestätigt oder ausgeschlossen werden. In Zeiten Künstlicher Intelligenz stellt sich die Frage, welche Schritte des Forschungsprozesses bereits von KI übernommen werden können und wie gut die Ergebnisse sind. Was bedeutet das für die zukünftige Arbeit von Forschenden? Und was sind die Auswirkungen auf das System der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen?
Tiny monsters inside me – Wie setzen sich Parasiten durch?
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Die größte Bedrohung kommt oft von den kleinsten Kreaturen. Der menschliche Körper kann Heimat für eine Vielzahl von Humanparasiten sein – unsichtbare Eindringlinge, die unbemerkt in Organen, Blutkreislauf oder unter der Haut überleben und drastische Folgen für ihre Wirte haben. Anhand ausgewählter Beispiele werden die erstaunlichen Anpassungsstrategien dieser Krankheitserreger gezeigt. Dahinter verbergen sich komplexe parasitäre Lebenszyklen, Übertragungswege und Krankheitsbilder. Zudem werden auch Faktoren genannt, die ihre Verbreitung beeinflussen.
Wie erforscht man Musikalität?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Für die meisten Menschen ist Musik ein zentraler Bestandteil ihres Lebens. Doch was ist eigentlich Musikalität — die Fähigkeit, Musik zu verstehen, emotional darauf zu reagieren und sich aktiv damit zu beschäftigen? Sind wir alle von Geburt an musikalisch, und wie entwickelt sich unsere Musikalität im Laufe des Lebens? Außerdem diskutieren wir den Einfluss von Musik auf Intelligenz und soziale Fähigkeiten. Der Vortrag stellt Ansätze zur empirischen Erforschung von Musikalität vor und zeigt erste Ergebnisse einer internationalen Langzeitstudie. Dabei erläutern wir die musikalische Entwicklung im Jugendalter und ihren Zusammenhang mit anderen psychologischen Faktoren.
Was verraten uns Higgs-Teilchen über das frühe Universum?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Durch die Entdeckung von sogenannten Higgs-Teilchen am Teilchenbeschleuniger LHC in Genf haben wir neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums gewonnen. Das wurde insbesondere dadurch möglich, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen den kleinsten Teilchen und den größten Strukturen im Universum gibt. Warum gibt es diesen Zusammenhang, und wie kann man mithilfe der Higgs-Teilchen herausfinden, dass selbst der Zustand niedrigster Energie im leeren Raum eine faszinierende Struktur besitzt?
Ist Nordangloas grüne Schatzkiste bald leer?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Nordangolas Wälder beherbergen wertvolle grüne Schätze: Heilpflanzen, Zauberblätter und vielseitige Faserpflanzen. Der Vortrag führt auf eine Entdeckungsreise durch ethnobotanische Forschung: Er zeigt, wie lokale Gemeinschaften Pflanzen nutzen, und beleuchtet die Bedrohungen dieser einzigartigen Vielfalt sowie die Bedeutung ihres Schutzes.
Klaut die KI wirklich meinen Job? Wie Künstliche Intelligenz unsere Wirtschaft verändert
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Künstliche Intelligenz ist sowohl der große Hoffnungsträger als auch die größte Sorge in der Wirtschaft. Der Begriff „fünfte industrielle Revolution“ ist weit verbreitet. Doch was steckt wirklich hinter dieser Technologie? Wie, wenn überhaupt, verändert sie unsere Arbeitswelt? Wir schauen uns an, wie Unternehmen KI einsetzen, wie sie sich für oder gegen sie aufstellen und wie sich Jobs, Aufgaben und Prozesse verändern.
Auf wie vielen Saiten spielt das Universum?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Dass die Natur aus unteilbaren Teilchen, Atomen, besteht, glaubten schon die alten Griechen. Heute wissen wir, dass Atome aus Elementarteilchen bestehen. Die Stringtheorie beschreibt die kleinsten Teilchen als Schwingungszustände eines fadenförmigen Objekts wie die verschiedenen Töne einer Geigensaite. Warum macht das Sinn? Was hat das mit Einsteins Gravitationskraft und extra Raumdimensionen zu tun?
Warum wir unbedingt Lyrik lesen sollten
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Von der Königsdisziplin der Literatur vergangener Jahrhunderte ist Lyrik heute zur Randerscheinung des Buchmarktes geworden. Dabei sind wir überall von Lyrik umgeben, ohne es immer wahrzunehmen: Kein Popsong funktioniert ohne Texte in rhythmischer, gereimter Sprache. Zudem sind lyrische Texte unabhängig von Musik relevant, da sie gegen die Herausforderungen unserer Zeit kämpfen: Sie fordern Aufmerksamkeit statt Ablenkung, Hingabe statt Oberflächlichkeit und bieten Eleganz und Witz. Deshalb sollten wir mehr über Lyrik sprechen – und sie lesen.
Biotremologie – Wie Tiere über Vibrationen kommunizieren
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Zitternde Spinnen, klopfende Insekten und brummende Elefanten? Kommunikation ist zentraler Bestandteil im Verhalten von Tieren, sei es zur Futtersuche, Verteidigung, Paarung oder Bildung riesiger Insektenstaaten. Viele Tiere kommunizieren aber nicht über hörbare Laute, sondern über Substratvibrationen, also Oberflächenschwingungen, die sich im Boden, in Pflanzen oder Spinnennetzen ausbreiten. Diese bislang kaum bekannte Kommunikationsform ist vermutlich eine der wichtigsten im Tierreich. Der Vortrag stellt den jungen Forschungszweig der Biotremologie vor und erläutert, wie Tiere Vibrationen erzeugen und wahrnehmen können und wie sie genutzt werden.
Geht dem Golfstrom die Puste aus?
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Der Golfstrom sorgt für ein vergleichsweise mildes Klima in Nordeuropa und gilt als dessen Wärmepumpe. In unregelmäßiger Regelmäßigkeit tauchen Spekulationen auf, die nicht ohne Dramatik sind: Könnte der Golfstrom bald abreißen? Und würde uns dann eine Eiszeit bevorstehen? Diesen und weiteren Fragen wollen wir uns auf der Basis des aktuellen Standes der Wissenschaft nähern. Dabei wollen wir auch klären, in welchem Zustand sich der Nordatlantik befindet, welche Auswirkungen des Klimawandels wir bereits jetzt sehen und was wir über die mögliche Entwicklung des Klimas in Europa sagen können.
Die Macht der Zeit: eine neue Dimension in der Krebstherapie
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Zeit kann in der Strahlentherapie den entscheidenden Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. Daher wird bei der innovativen FLASH-Radiotherapie die Strahlung in äußerst kurzer Zeit verabreicht. Am DESY erforschen wir, wie Tumore gezielt zerstört werden können, während gesundes Gewebe bestmöglich geschützt bleibt. Für mich ist das mehr als nur Arbeit – es ist ein Ausdruck persönlicher Hoffnung: Krebserkrankungen effektiv behandeln, heilen zu können und die Nebenwirkungen deutlich zu reduzieren.
Radiowellen aus fernen WeltenWas verraten – Radioteleskope über das unsichtbare Universum?
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Blicken wir in den Nachthimmel, sehen wir Sterne, Galaxien und Nebel – doch sichtbares Licht erzählt nur einen winzigen Teil der kosmischen Geschichte. Dank Radiostrahlung aus dem All öffnet sich ein ganz anderes Fenster ins Universum. Wir beleuchten, wie Radioteleskope gewaltige Jets supermassereicher Schwarzer Löchern abbilden, Radiogalaxien Materie Millionen Lichtjahre weit hinausblasen und Radiowellen helfen, die „dunklen“ Phasen der Galaxienentwicklung zu verstehen. Anhand aktueller Forschungsergebnisse wird gezeigt, wie fortschrittliche Radiotechnologie unser Bild des Kosmos revolutioniert.
„Where Everybody Knows Your Name“: Die Bar in der U.S.-amerikanischen Kulturgeschichte
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Bars haben in der Kulturgeschichte der USA einen zentralen Platz. Von den Saloons des Wilden Westens über die Speakeasys der Prohibition bis zu Dive-Bars fungieren sie als soziale Treffpunkte, in denen kulturelle Vorstellungen verhandelt werden, wobei Faktoren wie class, gender, race und sexuality eine wichtige Rolle spielen. Besonders im 20. Jahrhundert wurden sie aufgrund der entstehenden Jugend- und Subkulturen zu Orten der Isolation, Zuflucht und Sozialisation. Der Vortrag beleuchtet die vielfältige Geschichte der Bar als Soziotop anhand ausgewählter Darstellungen in Fernsehen, Film, Kunst und Literatur. Cheers!
Können zell-eigene Nanopartikel, die uns vor Infektionen schützen, Quanteneigenschaften haben?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Unsere Zellen produzieren Nanopartikel, sogenannte Vault-Partikel, die sowohl beim Menschen als auch bei Amöben vorkommen und seit mehr als einer Milliarde Jahren existieren. Studien zeigen, dass ihre Zahl bei Infektionen steigt – sowohl beim Menschen als auch bei Amöben. In unserer Forschung untersuchen wir, ob die hochorganisierte Struktur dieser Vaults Eigenschaften besitzt, die sich durch Quantenmechanik erklären lassen.
Die Higgs-Kamera oder: Wie können wir Elementarteilchen „sehen”?
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Woraus besteht die Natur im Allerkleinsten? Das fragen sich Forschende auf der ganzen Welt seit vielen Jahren. Am CERN bei Genf haben sie dazu riesige Experimente aufgebaut, mit denen sich die kleinsten Bausteine unserer Natur nachweisen lassen. Vorläufiger Höhepunkt war die Entdeckung eines neuen Elementarteilchens, des Higgs-Bosons. Aber können wir das Higgs-Boson und andere Elementarteilchen in solchen Experimenten auch wirklich sehen? Am Beispiel des CMS-Experiments am CERN, das von Hamburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit aufgebaut wurde und betrieben wird, erläutern wir, wie solche „Higgs-Kameras” funktionieren.
Wie klingt Melancholie?
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Die Jahrzehnte der Regentschaft Elisabeths I. (1558 – 1603) gelten in der englischen Kulturgeschichte als das goldene Zeitalter der Melancholie. Diese war sowohl medizinische Diagnose als auch soziale Attitüde, die es erlaubte, soziale Distinktion auszudrücken. Der Lautenist und Komponist John Dowland inszenierte sich wie kein anderer als Verkörperung der Melancholie, um daraus sowohl soziale als auch wirtschaftliche Vorteile zu ziehen. In Wort und Musik werden wir uns an diesem Abend John Dowlands Kunst der musikalischen Tränen nähern.
Kann Essen Sünde sein? Ein Blick ins Mittelalter
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Schaut man ins Mittelalter, lautet die Antwort auf diese Frage eindeutig „ja“. Da zählte die Kirche die Fresslust sogar zu den 7 Todsünden. Und auch heute noch gehört sie in der katholischen Kirche offiziell zu den Hauptlastern. Aber wie kam es eigentlich dazu, dass im Verlauf der abendländischen Geschichte das Grundbedürfnis des Essens nicht nur negativ bewertet, sondern im höheren Mittelalter gar in ein System von Höllensünden inkludiert wurde? Der Vortrag beleuchtet diverse mittelalterliche Etappen einer solchen Esstheologie – ohne jemanden den Appetit zu verderben.
Was wäre die Menschheit ohne Pilze?
Donnerstag, 4. Juni 2026
Auch wenn wir sie nicht immer sichtbar wahrnehmen, sind Pilze allgegenwärtig in unserem Alltag – sei es beim Essen, in der Medizin oder bei anderen Gelegenheiten. Dieser Vortrag beleuchtet die frühesten Belege für die Nutzung von Pilzen, stellt spannende Nutzungsweisen in verschiedenen Kulturen vor und versucht zu erkunden, wie Pilze die Geschichte der Menschheit geprägt haben.
Was ist eigentlich die Keilschrift?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Die Keilschrift zählt zu den ältesten bekannten Schriftsystemen der Weltgeschichte. Sie entstand vor über 5000 Jahren in der südirakischen Stadt Uruk und breitete sich von dort aus über das gesamte antike Westasien aus. Im 19. Jahrhundert wurde die Schrift durch eine Anzahl Gelehrter entziffert. Dadurch wurden das älteste Werk der Weltliteratur, das Gilgamesh Epos, sowie mythologische Texte wie die babylonische Sintflutgeschichte und die ersten astronomischen Beobachtungen zugänglich.
Wenn das Internet Schnupfen hat – von Viren, Trojanern und Ransomware
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Das Internet hat Schnupfen, man kann sogar von einer ausgewachsenen Erkältung sprechen. Eine Vielzahl von Viren, Trojanern und auch Würmern tummelt sich auf Rechnern weltweit. Ransomware verschlüsselt unsere privaten Daten und Datenbestände ganzer Unternehmen und verlangt Lösegeld. Cyber-Kriminelle und staatliche Hacker nutzen alle Schwachstellen in IT-Systemen die sich ihnen bieten, und Schwachstellen gibt es genug. KI-Systeme beschleunigen Cyber-Angriffe, aber auch die Gegenwehr? Der Vortrag gibt eine Diagnose zum Zustand des Internets ab und benennt Therapieformen, die aus der Forschung und der Informatik kommen.
Bekommt SUSY noch einen Platz im Teilchenzoo?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Seit 30 Jahren gibt es das Standard- modell in der Teilchenphysik, das die Eigenschaften der Elementarteilchen und die Kräfte zwischen ihnen beschreibt. Eine Erfolgsstory: seit drei Jahrzehnten besteht es jeden Test. Doch Physiker glauben, das kann nicht alles sein – wahrscheinlich ist es nur ein Teil eines größeren Ganzen. Denn es gibt Phänomene, die damit nicht erklärbar sind, z. B. Dunkle Materie und das Ungleichgewicht von Materie und Antimaterie. Wie könnte eine vollständigere Theorie aussehen? Ist es vielleicht die „Supersymmetrie“ (SUSY), mit der wir neue Teilchen als Beweis in den nächsten Jahren am Speicherring LHC finden? Vielleicht auch supersymmetrische Kandidaten für dunkle Materie – aber wie können wir sie sehen, wenn sie doch unsichtbar ist?
Wie uns das größte Mikroskop dabei hilft, die Natur zu verstehen und Technik nachhaltiger zu gestalten
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Viele der großen Herausforderungen unserer Zeit finden im Verborgenen statt: in Batterien, Mikrochips, neuen Materialien oder lebenden Zellen. Um sie zu lösen, ist es entscheidend, zu verstehen, wie diese Systeme im Inneren funktionieren und wie sie sich verändern. Dafür entwickeln Forschende in Hamburg mit PETRA IV das größte Röntgenmikroskop der Welt: ein Instrument, mit dem man den kleinsten Bausteinen der Natur bei ihrer Arbeit zusehen kann.
Was haben Schokolade und Batterien gemeinsam?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Taucht ein in die faszinierende Welt, in der Batterien und Schokolade mehr verbindet, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Mit moderner Technologie, wie der Synchrotron-Röntgenanlage Petra III in Hamburg, lässt sich das verborgene Innenleben dieser Materialien sichtbar machen – das Geheimnis liegt in den Kristallen. Der Vortrag präsentiert spannende Wissenschaft, die unseren Blick für den Alltag schärft und zeigt, welche Strukturen in unseren Alltagsprodukten versteckt sind und welche Geschichten sie erzählen.
Wie produziert und speichert man alternative Energie effizient?
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Bei Diskussionen über die Nutzung alternativer Energien wie Wind- und Sonnenkraft tauchen schnell die bekannten Fragen auf: Wie speichert man die Energie eigentlich? Und was passiert, wenn die Sonne mal nicht scheint oder der Wind nicht weht? Wir beschäftigen uns mit den verschiedenen Energieformen und der zentralen Frage, wie wir die Energie effizient auch im großen Stil speichern können. Was sind die konkreten Herausforderungen dabei? Und wie kann Mathematik dabei helfen, solche Konzepte möglichst effizient zu planen und zu nutzen?
Does Hamburg have good vibrations?
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Seismology is usually associated with the study of destructive earthquakes, but can seismologists also hear the subtle whispers of other Earth phenomena? And how do Taylor Swift, Deichkind and HSV make Hamburg swing? We will talk about how we can use seismic waves to listen to how the ground dynamically changes beneath our feet and what role the oceans play in this. Can we detect earthquakes by using internet glass fiber? And how do we use it to help improve some experiments at DESY? I will give you the answers to these questions and show how they are connected!
Die Wahrheit über Sex bei Spinnen
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Spinnen, insbesondere weibliche Exemplare, haben einen schlechten Ruf. Es wird ihnen nachgesagt, dass sie hinterhältig die oftmals kleineren Männchen töten und fressen. Obwohl dies nicht völlig falsch ist, ist die Sachlage deutlich komplexer. Vor allem gibt es zahlreiche Unterschiede zwischen den verschiedenen Spinnenarten. Anhand ausgewählter Beispiele möchte ich die Vielfalt der „Liebesspiele“ bei Spinnen erläutern und erklären, warum es bei manchen Arten zum sogenannten Sexualkannibalismus kommt.
Some like it hot? Der Einfluss von Temperatur auf das Leben im Meer
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Ozeane dienen als riesige Wärmespeicher und treiben durch Temperaturunterschiede globale Meeresströmungen an. Auch das Leben im Meer wird entscheidend durch die Temperatur geprägt, da viele biologische Prozesse wie Wachstum, Fortpflanzung und Fraßraten stark davon abhängig sind. Doch wie genau beeinflusst diese die Verbreitung und Vielfalt von Meeresgetier? Und welche Auswirkungen haben der Klimawandel und die Veränderung der globalen Temperatur auf Einzeller, Wirbellose und Wirbeltiere? Diesen Fragen gehen wir nach und diskutieren, welche Rolle Temperaturveränderungen im Ozean spielen oder ob im Meer im Wesentlichen alles so bleibt wie immer.
DESYs Freie-Elektronen-Laser FLASH: Wie dreht man „Filme im Nanokosmos“?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Mit den ultrakurzen Lichtblitzen von FLASH können Hochgeschwindigkeitsfilme im Nanokosmos aufgenommen werden – mit Elektronen und Atomen als Hauptakteuren. Dadurch ist es beispielsweise möglich, chemische Reaktionen in Echtzeit zu beobachten, die nur Bruchteile einer billionstel Sekunde dauern. Ebenso nutzen wir diese Technologie, um alternative Solarzellen besser zu verstehen und zu optimieren. Der Vortrag beleuchtet DESYs hochmoderne Anlage FLASH sowie die spannenden Forschungsprojekte, die damit umgesetzt werden.
Sind wir alle nur ein Quantensprung?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Einsteins Relativitätstheorie beschreibt die große Reise bis an die Grenzen unseres Universums, während die Quantentheorie auf die Verhältnisse im ganz Kleinen blickt: das Innere unseres Universums. Gibt es einen Zusammenhang? Beide Theorien – d.h. Kosmologie und Teilchenphysik – gehen Hand in Hand und können erklaeren, wie sich unser Universum entwickelt hat, wie Materie entstanden ist. Hören Sie, was uns Gravitationswellen erzählen, was Quanteneffekte sind und welche Rolle das geheimnisvolle Higgs Feld spielt.
Warum Geld stinkt und ich morgen einen Kater habe
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Moleküle werden ständig miteinander umgewandelt: in der Atmosphäre, in chemischen Fabriken, aber auch in unserem Körper. Damit Moleküle miteinander reagieren, ist meistens Energie erforderlich, zum Beispiel beim Kochen in der Küche. Es gibt jedoch auch eine andere Möglichkeit: die Katalyse. Bei diesem Vortrag geht es darum, was Katalyse ist, wo sie uns im Alltag begegnet, und wie wir versuchen, von der Natur zu lernen, um neue Katalysatoren zu entwickeln.
Fossile Unabhängigkeit auch auf unseren Köpfen?
Donnerstag, 4. Juni, 20 Uhr
Der Vortrag stellt die Entwicklung neuer Haarfärbemethoden vor, die auf nachwachsenden Rohstoffen (Pflanzenextrakten) basieren.Während herkömmliche Haarfärbemethoden oft auf Petrochemikalien beruhen und das Risiko dauerhafter Haarschäden bergen, zeichnen sich die neuen Farbstoffe durch Nachhaltigkeit aus und schädigen nicht. Der Vortrag verbindet aktuelle Forschungsergebnisse mit einem historischen Rückblick auf Farbstoffentwicklungen in Hamburg, beispielsweise das Cassius'sche Goldpurpur. Zur Veranschaulichung werden einfach Versuche gemacht und Exponate gezeigt.
Sie sind überall und werden immer mehr – wie miniaturisierte Sensoren unsere Wahrnehmung erweitern und zur Zukunftsfähigkeit unserer Welt beitragen
3. Juni, 20 Uhr
Durch innovative Technologien der Miniaturisierung gibt es in vielen Lebensbereichen eine zunehmende Zahl von sehr kleinen und intelligenten Sensoren, die Informationen über uns und unsere Umwelt, z. B. in Handys, Smartwatches oder Fahrzeugen, erfassen. Wir bieten einen Einblick in dieses „Miniaturwunderland“, zeigen vielfältige und zukünftige Anwendungen und diskutieren über Chancen und Herausforderungen dieser Technologie – ganz ohne Fake News und Verschwörungstheorien.
Wie berechenbar ist die Welt?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Man könnte hoffen, dass die Entdeckung einer Weltformel es uns ermöglichen würde, alles vorherzusagen. Doch so einfach ist das leider nicht: Bei komplexen Prozessen können selbst die besten Computer nur kurzfristige Vorhersagen treffen. Außerdem zeigt die Quantentheorie, dass der Zufall in vielen Bereichen eine wichtige Rolle spielt. In meiner Präsentation möchte ich diese Einschränkungen der Vorhersagbarkeit diskutieren, sowie Beispiele zeigen, in denen wir mithilfe von Integrabilität komplizierte Effekte in quantenmechanischen Systemen dennoch exakt berechnen können.
Ist Hamburg die Baumhauptstadt der Zukunft?
Mittwoch, 3. Juni, 20 Uhr
Zukünftig werden in unseren Städten steigende Temperaturen und sommerlichen Trockenphasen erwartet. Das Stadtgrün - insbesondere Stadtbäume - können hier durch Verdunstung als lokale Klimaregulatoren Abhilfe schaffen, allerdings nur bei günstigen Wachstumsbedingungen. Doch wie kann die Interaktion zwischen Standort, Baum und Klima erforscht werden und was kann zum Erhalt der Stadtbäume beigetragen werden? Hamburg leistet dazu seit Jahren Pionierarbeit und wurde 2025 zur „Europäischen Baumhauptstadt“ gekürt.